Die Gründung

Fussball gespielt wurde in Wünnewil schon immer. In den verschiedenen Quartieren und Weilern wurde untereinander oder auch gegeneinander gespielt: Amtmerswil – Schlössli oder Pfarrmatt – Dietisberg hiessen die Partien damals, und als Spielfeld musste irgend eine kurz gemähte Wiese herhalten. Wem dies nicht genügte, musste sich einem Klub in der Umgebung anschliessen.

Aus diesem Grunde setzten sich im Sommer 1974 einige initiative Herren zusammen, um einen FC zu gründen. Dem Initiativkomitee gehörten Josef Raemy, Paul Clément, Armin Käser, Toni Raemy und Heinrich Spicher an. Ebenfalls mitgeholfen hatten damals Oswald Schneuwly, Erwin Müller, Marius Hayoz, Peter Riedo und Marcel Haering. Viele Vorarbeiten (Statuten etc.) mussten geleistet werden, bis dann am 23. November 1974 im Restaurant St. Jakob die Gründungsversammlung stattfand und der FC Wünnewil ins Leben gerufen werden konnte. Dies wurde auch möglich dank der guten Kontakte mit Gemeinde-, Schul- und Pfarreibehörden.

Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

  • Raemy Josef, Präsident
  • Clément Paul, Vizepräsident
  • Baumeyer Bernhard, Sekretär
  • Schneuwly Beat, Kassier
  • Brügger Daniel, Beisitzer
  • Raemy Toni, Beisitzer
  • Wicky Albert, Beisitzer

Als erster Trainer für die 1. Mannschaft konnte Ippolito Vito verpflichtet werden. Mit 15 Aktivspielern, 68 Junioren, 8 Spendern und 25 Passivmitgliedern konnte das Abenteuer FC Wünnewil gestartet werden. Da in Wünnewil selbst noch kein Sportplatz vorhanden war, musste eine provisorische Lösung gesucht werden. Schliesslich konnte man mit Karl Nussbaumer einen Vertrag abschliessen und die ersten Meisterschaftsspiele „durften“ auf dem „Sportplatz“ Egg in Elswil ausgetragen werden.

Erste sportliche Erfolge

Mit je 2 Aktiv- und Juniorenmannschaften wurde der Meisterschaftsbetrieb 1975/76 aufgenommen, wobei die 1. Mannschaft in den Aufstiegsspielen in die 3. Liga nur knapp scheiterte. In der darauffolgenden Saison waren es dann Marius Hayoz‘ B-Junioren, welche mit dem Gewinn des Doubles (Freiburger Meister und Cup-Sieger) für die Schlagzeilen sorgten. Diesem sportlich gelungenen Auftakt sollten weitere Highlights folgen: Die Junioren A wurden gleich zweimal hintereinander Cup-Sieger, und der ersten Mannschaft gelang 1978 unter Toni Raemy der Aufstieg in die 3. Liga.

Der Sportplatzbau

Bereits ein Jahr zuvor hatte die Gemeindeversammlung dem Bau einer Sportplatzanlage zugestimmt. Zwei Spielfelder sollten auf dem Pfarreigrundstück Birch erstellt werden. Im Herbst 77 konnte mit dem Bau begonnen werden. Tausende von Frondienststunden mussten in den folgenden zwei Jahren von Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern und Helferinnen geleistet werden, bis dann im Herbst 79 (Trainingsplatz) bzw. Frühling 80 (Hauptspielfeld) die ersten lang herbeigesehnten „Rasen“-Heimspiele durchgeführt werden konnten. Endlich durften unsere Spieler ihre Bergschuhe an den Nagel hängen – wer erinnert sich nicht an die „schiefe Unebene“, welche der alte Platz dargestellt hatte?! 1990 kann auf dem bisher lichtlosen Hauptspielfeld eine neue Beleuchtungsanlage eingeweiht werden.

Auf der neuen Anlage

Vor allem die Aktivspieler brauchten dann allerdings einige Zeit, um sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen. Jedenfalls wollte dem Fanionteam nach dem kurzen Abstecher in die 3. Liga der erneute Aufstieg vorerst nicht gelingen. Dafür sorgten wieder einmal unsere Junioren für einige sportliche Hochs: 1980 holten die C-Junioren den Cup-Sieg und ein Jahr später stiegen die A-Junioren mit Trainer Paul Dietrich nach dem Gewinn des Freiburger Meistertitels in die Inter-Klasse auf. In der Saison 81/82 führte dann Beat Schneuwly die erste Mannschaft endlich wieder in die 3. Liga zurück, wo sie sich in den folgenden Jahren immer mehr der Tabellenspitze näherte.

Mit 10 Jahren auf dem Buckel war unser Verein 1984 auch alt genug geworden, um ein eigenes Senioren-Team auf die Beine zu stellen. Die Erfolge – vor allem auch neben dem Spielfeld – waren schnell da und hielten sich bis in die jüngste Vergangenheit. 1990 verzauberten die Senioren bekanntlich sogar die Fussball-Begeisterten im fernen Taiwan.

Erfolgreiche Zeiten

Die rosigsten Zeiten unseres Vereins folgten dann ab Mitte der 80er Jahre. Nachdem 1985 die zweite Mannschaft in die 4. Liga aufgestiegen war und die Drittliga-Elf den Freiburger Cup gewonnen hatte, gelang dem Team von Andreas Hurni ein Jahr später gar der Aufstieg in die 2. Liga. Gleichzeitig mit der Gründung der dritten Mannschaft begann 1986 auch die Zusammenarbeit in der Juniorenbewegung mit den umliegenden Fussballvereinen. Dies war kein Zufall. Während das Gros unserer Aktivspieler im besten Fussballalter war, rückten nun kleinere Jahrgänge in die Juniorenabteilungen nach, weshalb ein Zusammengehen mit anderen Klubs zu einem absoluten Muss wurde. Auch wenn diese Zusammenarbeit manchmal negative Seiten haben mochte, so hat sie sich doch bis heute gut bewährt und dürfte auch in Zukunft für eine gesunde Basis aller Fussballvereine unabdingbar sein.

Nach dem leider etwas kurz geratenen Abenteuer
2. Liga bildete unsere erste Mannschaft für einige Jahre so etwas wie die „équipe à battre“ in der Sensler Drittliga-Gruppe. Dreimal führte Andreas Hurni in dieser Zeit das Fanionteam in die Aufstiegsspiele, dreimal sollte es mit dem Aufstieg nicht klappen. In der Saison 89/90 war es zudem der zweiten Mannschaft gelungen, ebenfalls in die 3. Liga aufzusteigen, wo sie sich schliesslich zwei Jahre halten konnte.

Die letzten Jahre – der FCW heute

Nach der Auflösung der dritten Mannschaft konnte zu Beginn der 90er Jahre zusammen mit dem FC Bösingen ein Veteranenteam gebildet werden. Damit konnte auch den altbewährten Routiniers weiterhin Gelegenheit zum Fussballspielen geboten werden.

Bereits ab Mitte der 80er Jahre bekundete der FCW immer mehr Mühe, in allen Junioren-Klassen Mannschaften aufstellen zu können. Einen Ausweg bot dabei die Zusammenarbeit mit den umliegenden Fussballvereinen. Diese Zusammenarbeit hat sich im grossen und ganzen bis heute gut bewährt.

In der Saison 1994/95 wurden die Junioren D Freiburger Meister. Besonders erfolgreich verlief die Saison 1996/97, schaffte doch die zweite Mannschaft den Aufstieg in die 4. Liga und wurden die Junioren D und Ea Freiburger Meister sowie die Junioren A Cupsieger. In der Saison 1998/99 gewannen sodann die Senioren den Freiburger Cup gegen Estavayer-le-Lac.

Die 1. Mannschaft konnte in den 90er Jahren keinen grossen Erfolg mehr landen. Wer allerdings um die gute Moral in den einzelnen Mannschaften, den Enthusiasmus unserer Junioren und das positive Umfeld des Vereins weiss, den dürften diese sportlichen Baissen kaum beunruhigen.

In den letzten 25 Jahren ist aus dem FC Wünnewil ein aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenkender Verein geworden. Rund 80 Aktive, Senioren und Veteranen und 100 Junioren jagen regelmässig dem runden Leder hinterher. Etwas vergessen wird gelegentlich die Arbeit der vielen Helfer, ohne die der Klub gar nicht denkbar wäre. Der Vorstand, die für den Spielbetrieb zuständige Spiko, die Trainer, der Platzwart, die Wäscherinnen der Tenues usw. leisten das ganze Jahr hindurch wertvolle und gute Arbeit. Sehr wichtig ist auch die Unterstützung durch die Bevölkerung, die Behörden, das Gewerbe sowie die befreundeten Dorfvereine.

Die Präsidenten

Der FC Wünnewil wurde seit der Gründung von bislang sieben Präsidenten geleitet:

  • Josef Raemy 1975 – 1981
  • Hans-Ueli Frehner 1981 – 1984
  • Bernhard Baumeyer 1984 – 1989
  • Thomas Brügger 1989 – 1996
  • Arnold Schöpfer 1996 – 2001
  • Thomas Baumeler 2001 – 2005
  • Paul Dietrich 2005 – 2012


Aus den Anfängen

Den Fussballvirus brachte der damalige Lehrer der katholischen Schule, Peter Schmutz (1903-1933) ins Dorf. Er konnte seine Schüler für den damals verpönten Fussballsport begeistern. Mit seiner Fussballbegeisterung gefährdete er aber zugleich seine Stellung als Lehrer und Erzieher, da in dieser Zeit Fussball nur von ungezogenen Bengeln gespielt wurde und als unmoralisch galt.
Zum schlechten Ruf welchen der Fussballsport damals in Flamatt genoss hat auch die erste Mannschaft welche sich in loser Gemeinschaft zusammengefunden hatte beigetragen. Der Übername „Krachbande“ sagt einiges aus, und der „Klub“ wurde wegen verschiedenen Problemen mit Sportplatz und Schiedsrichtern dann wieder aufgelöst.

Die Gründung

Trotz den Hindernissen wurde auf Initiative von einigen Visionären der FC Flamatt am 10. Februar 1932 im Bahnhofbuffet Flamatt ins Leben gerufen. Hauptakteure waren der oben bereits erwähnte Peter Schmutz, Ernst und Edi Reinhard, die Gebrüder Jungo und Crescionini und Hugo Steiner, der erster Vereinspräsident wurde.
Der Geist der Gründer spiegelt sich in einem von Schweizer Aschi komponierten und getexteten Liedes wieder, auf welches du stösst, wenn du hier klickst.

Die Klubfarben

Die Fragen ob der FC Flamatt die Clubfarben vom FC Barcelona übernommen hat oder ob das Gegenteil zutrifft sind beide mit NEIN zu beantworten: Der katalanische Grossverein wurde bereits 1899 vom Schweizer Hans Kamber gegründet, welcher bezüglich der Farbenwahl möglicherweise durch den FC Basel inspiriert worden ist.
Grund für die Farbwahl in Flamatt war die starke Tessinerfraktion um Vater und Söhne Crescionini, welche sich dafür einsetzten, dass das Tessinerkantonswappen zu den Clubfarben vom FC Flamatt geworden ist.

Fussballplätze

Das erste Spielfeld befand sich oberhalb der Sensebrücke im Eggelried. Wegen des steil abfallenden Geländes musste eine hohe Umzäunung angebracht werden um zu verhindern, dass der Ball nicht immer im Tal unten geholt werden muss. 1933 wurde der Platz im Eggelried wegen Wegzug des Vermieters gekündigt. Bereits 1934 konnte dann hinter dem Restaurant Herrenmatte ein neuer Platz gepachtet werden.
1939 erfolgte der Ausbruch des 2. Weltkrieges. Dies hatte zur Folge das der Spielbetrieb vorläufig aufgehoben worden wurde. Im selben Jahr fiel der Sportplatz Herrenmatt der Anbauschlacht zur Folge. Dank dem grosszügigen Entgegenkommen der Firma Wander AG konnte der FC Flamatt danach den firmeneigenen Sportplatz in Neuenegg benutzen.
1950 konnte man schliesslich zusammen mit dem Turnverein der heute noch bestehende Sportplatz an der Sense realisiert werden. Die reinen Baukosten betrugen damals übrigens Fr. 33’205.-.
1972 musste der Platz an der Sense wegen Sanierungsarbeiten vorübergehend verlassen werden und die Spiele fanden hinter dem Atrium beim heutigen Autobahnzubringer statt. Weitere 2 kürzere Unterbrüche mussten wegen Überschwemmungen durch die Taverna in Kauf genommen werden.
1973 wurde schliesslich die Sporthalle eröffnet, welche 2011/2012, also fast 40 Jahre später, total saniert und umgebaut worden ist.

Sportliche Erfolge

Die Nähe von Flamatt zu Bern führte dazu, dass der FC Flamatt im Berner Verband Fussball gespielt hat. Bereits 1954 gelang der Aufstieg in die 3. Liga. Dieses Niveau konnte immer gehalten werden. 1979 gelang der Aufstieg in die 2. Liga und 1981/82 wäre fast der Schritt in die 1 Liga möglich gewesen. Realistischerweise darf aber festgehalten werden das der FC Flamatt ein typischer 3.-Ligaklub war.
Einigen Flamatter Schütteler gelang den Sprung in höher Ligen. Dabei sticht natürlich Johan Vonlanthen hervor welcher es sogar in die Nationalmannschaft schaffte und in an der Euro in Portugal als jüngster Spieler an ein Europameisterschaft ein Tor schoss. Aber auch die Karrieren von Gilbert Siegfried/FC Bern, Bruno Steiner/FC Bern, André Reinhard/FC Bern, Bruno Reinhard/FC Bern/FC Thun, Josef Rappo/FC Freiburg, Bruno Jutzet/FC Freiburg, Markus Gobet/FC Bern/FC Biel, Beat Schenk/BSC YB dürfen sich sehen lassen.

Die ClubNachrichten

1977 ist die 1. Ausgabe der ClubNachrichten erschienen. Im Mai 2009 lag die 133. und letzte Ausgabe in den Briefkästen aller Mitglieder und der Haushaltungen von Flamatt und Neuenegg. Nebst den üblichen Informationen über das Vereinsgeschehen und über den Sportbetrieb sind auch viele unterhaltende Beiträge erschienen. „Wussten Sie schon“, „Cinemas“, „Der Schlusspunkt“ und „Ein Schutter namens“ waren besonders gern gelesene Rubriken.
Klickst du hier auf Schutter, dann hast Du Zugriff auf alle in 89 den CN erschienen „Ein Schutter namens“. Wenn Du Schlusspunkt anwählst, dann findest Du in einer Galerie alle Schlusspunkte sowie weitere Beiträge welche die CN bereichert haben.

Der FC Flamatt als Abbild unserer Gesellschaft

Flamatt ist ein Dorf, in welchem sich die Probleme unserer Zeit besonders zeigen. Dabei geht es in diesem Zusammenhang nicht um den überbordenden Autoverkehr und um die unsäglich Autobahnbrücke, welche über das Dorf führt und ihm wenn vielleicht nicht den Stempel, so doch den Deckel aufstülpt. Das Dorf war und ist besonders stark dem Migrationsdruck ausgesetzt. Dies hatte direkt Auswirkungen auf den FC Flamatt, welcher sich aber der Herausforderung stellte und den ausländischen Kindern die Möglichkeit gegeben hat sich sportlich zu betätigen und mit unseren jugendlichen Fussball zu spielen. Die Hoffnung, dass der eine oder andere Shquiri, Inler, Xhaka, Dzemaili, Derdiyok oder wie die Schweizerstars heute sonst alle so heissen, stand dabei nicht im Vordergrund. Während die Integration der Jüngeren gut klappte, war dies bei den „älteren“ Junioren und den Aktiven nur bedingt erfolgreich. Rote Karten und Probleme auf dem Fussballplatz häuften sich, es war manchmal für den Zuschauer beschämend einem Spiel vom FC Flamatt beizuwohnen – dies als erstaunliche Parallele zum Kapitel „Aus den Anfängen“ am Anfang dieses Berichts.

Das Jubiläum

2007 konnte der FC Flamatt im Outside im Mühletal das 75. Jubiläum feiern. Es war ein tolles Fest an welchem ausgiebig gefeiert wurde. Wie in einem Geburtstag üblich, stand der Blick in die Vergangenheit im Vordergrund. Dass sich aber Wolken über dem Vereinshimmel gebildet hatten, war unverkennbar, es war bereits damals klar, dass eine Neuorientierung stattfinden muss.
Wer gerne einen Blick in die Vergangenheit wagt, kann auf Fotos klicken.

Die Präsidenten

Von 1932 – 2009 waren die folgenden Präsidenten am Ruder:

  • Hugo Steiner 1932 – 1939
  • Ernst Reinhard 1939 – 1944, 1945 – 1946
  • Werner Maeder 1944 – 1945
  • Walter Reinhard 1946 – 1950, 1965 – 1966
  • Fred Steiner 1950 – 1954
  • Eugen Ferrero 1954 – 1956
  • Gerhard Schowey 1956 – 1965
  • Hans Brosi 1966 – 1970
  • Hans Müller 1970 – 1978
  • Gion Willi 1979 – 1984
  • Erwin Schneiter 1985 – 1996
  • Werner Friedli 1997 – 2000
  • Patrik Schwald 2000 – 2002
  • Markus Eisenkolb* 2003 – 2009

* nominell als Vizepräsident

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